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Zweites Treffen der Gruppe Maria 2.0

An die konkrete Planung ging es beim zweiten Treffen von Maria 2.0

An die konkrete Planung ihrer Aktivitäten ging es beim zweiten Treffen der katholischen Frauen der Initiative Maria 2.0. Vieles kam bei dem zweiten Treffen zur Sprache und auch zur Diskussion. Einig waren sich die Beteiligten zum Ende des Abends, dass sie ihr Anliegen der Gemeinde in einer Messe vorstellen und später einen Wortgottesdienst gestalten wollen. 

Ein Fernbleiben in Messen planen die Frauen nicht

Während die Münsteraner Frauen mit ihrem Fernbleiben in Messen und auch sonst zeigen wollen, wie sehr sie sich im Gemeindeleben einbringen und was fehlt, wenn sie nicht da sind, wollen die Kiersperinnen diesen Schritt nicht gehen. Weitere Aktionen in der Woche vom 11. bis zum 18. Mai hätten die Kiersper Frauen gerne gemacht, doch der von Münster vorgegebene Zeitrahmen, ist für die Kiersper Gemeinde zeitlich ungünstig. Kommunion und Firmung sind zwei wichtige Termine, die bereits seit langem fest stehen und die genau in diese Zeit fallen. Geplant ist jedoch weiter, am 12. Mai in der Kirche eine Petition auszulegen, die die Ziele von Maria 2.0 formuliert. 

Wir wollen uns über diese Aktion weiter als offene Gruppe treffen

„Ganz wichtig ist uns, dass wir auch über diesen Zeitraum hinaus zusammen bleiben und uns treffen“, erklärte Elisabeth Sikora das Anliegen der Frauen. So versteht sich die Kiersper Gruppe Maria 2.0 als eine offene Gruppe, zu der kommen kann, wer möchte.  

Mit ihrer Initative wollen die Frauen auch Bischof Dr. Overbeck unterstützen, der bereits eine Zeitenwende forderte

Mit ihrer Initiative wollen sie auch ihren Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck unterstützen, der bereits im Hirtenbrief Anfang des Jahres ebenfalls eine Zeitenwende forderte, auch was den Ausschluss der Frauen von den Ämtern betrifft.  

Das nächste Treffen ist am 30. April um 19 Uhr

Das nächste Treffen von Maria 2.0 ist am 30. April um 19 Uhr im Gemeindehaus im Glockenweg. Dann geht es in die konkrete Planung der Aktionswoche und des Wortgottesdienstes. 

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Maria 2.0

Was ist Maria 2.0? 

Maria 2.0 ist eine Initiative gegen Missbrauch, Gewalt und die Ausgrenzung von Frauen in der katholischen Kirche. Aus Protest gegen veraltete Strukturen und Forderung nach Veränderung in der katholischen Kirche haben Katholikinnen der hl. Kreuz-Gemeinde in Münster die Initiative „Maria 2.0“ gegründet. In der Woche vom 11. Mai - 18. Mai 2019 ist eine gemeindeübergreifende Aktionswoche geplant.  

Was möchten wir?

Wir möchten alle - Frauen und Männer - einladen, diese Aktionswoche auch in unseren Gemeinden mitzugestalten und sie mit eigenen Ideen zu bereichern. Dazu wird am Donnerstag, 10.04. um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Josef ein weiteres Treffen für die Organisation der Aktionen stattfinden. Kontakt: Claudia Koll und Elisabeth Sikora Was geschah beim ersten Treffen?

Zu einer ersten Runde trafen sich 16 Frauen aus Kierspe, Meinerzhagen und Valbert im Gemeindehaus am Glockenweg. Nach Münster fahren wollen die Frauen nicht, da waren sie sich schnell einig. Doch vor Ort Aktionen durchführen, das wollen sie schon. Zuerst suchten sie in großer Runde nach Vorschlägen, was sich als etwas schwierig herausstellte. Darauf war Claudia Koll vorbereitet. 

Auf drei Plakaten konnten die Frauen ihre Ideen schreiben. 

Sie hatte auf drei großen Plakaten Fragen vorgegeben, die nun in Kleingruppen beantwortet werden sollten. „Wie können wir auf die Aktion aufmerksam machen?“, „Welche alternativen Veranstaltungen sind möglich?“ und „Wie wollen wir einen Wortgottesdienst veranstalten?“ waren die drei Themen, zu denen sich die Frauen äußern sollten. Schnell flossen ihre Ideen aufs Papier. So kam der Vorschlag, auf dem Rewe-Parkplatz einen Tisch aufzubauen und über das Anliegen zu informieren. Auch wurde angeregt, das Gemeindemitglied Anna Brandt, die derzeit Theologie studiert, einen Vortrag über das Frauenpriestertum halten zu lassen. Ferner wurde vorgeschlagen, dass die Akteurinnen in einer Messe über ihr Anliegen informieren oder einen Wortgottesdienst gestalten. Welche Vorschläge letztendlich realisiert werden, das soll in einem weiteren Treffen besprochen werden. „Wir wollen Solidarität mit den Münsteranern Frauen zeigen“, so Claudia Koll. „Ich möchte schon, dass wir Frauen rebellisch sind, doch wir wollen nichts kaputt machen oder jemanden verletzen. Die Kirche kann nicht so bleiben, wie sie ist.“

Die Frauen wollen Veränderungen in der Amtskirche 

Dass es den Frauen um Veränderungen in der Amtskirche geht, war aus ihren Argumenten herauszuhören. Auch wenn die Geistlichen vor Ort zu ihr zählen, empfanden die Anwesenden jedoch das Miteinander mit ihnen als positiv. „Ich brauche nicht unbedingt eine Revolution, ein paar Reformen würden mir reichen“, brachte es Kerstin Busch-Engelbrecht auf den Punkt. Mit ihrer Aktion im Mai wollen die Frauen auf sich aufmerksam machen. Viele kleine Nebenämter haben sie, nur die Hauptämter bleiben ihnen verwehrt. 

Das nächste Treffen ist am 10. April um 19 Uhr

Zu einer weiteren Gesprächsrunde treffen sich an dem Thema interessierte Frauen und auch Männer am 10. April um 19 Uhr im Gemeindehaus am Glockenweg. Dann soll es in die konkrete Planung der Aktionen gehen.

Kontakt

Gemeinde St. Josef Kierspe
Glockenweg 4
58566 Kierspe

Tel.: 0 23 59-27 33
Fax: 0 23 59-90 31 12

kierspe@immaculata.de

Öffnungszeiten Gemeindebüro:
Mittwoch09:30 - 11:00 Uhr
Freitag15:00 - 17:00 Uhr